Innendämmung im Bestandsbau
Kapillaraktiv, dampfgebremst, bauphysikalisch geprüft

Wenn die Fassade nicht angetastet werden darf,
dämmen wir nach innen.

Wenn ein Aussensystem nicht möglich ist, weil die Fassade unter Denkmalschutz steht, weil das Reihenhaus mittendrin liegt oder weil nur eine einzelne Etage saniert wird, ist die Innendämmung der einzige bauphysikalisch saubere Weg. Vorausgesetzt, sie wird richtig geplant.

Warum Innendämmung anspruchsvoller ist

Drei Systeme,
ein Kompromiss.

Innendämmung hat zwei Schulen: kapillaraktive Systeme wie Calciumsilikat oder Holzfaser, die Feuchte aktiv puffern und wieder abgeben, und Verbundsysteme mit Dampfbremse, die Feuchte konsequent von der kalten Wand fernhalten. Welche Schule passt, zeigt die Bauphysik Ihres Wandaufbaus. Wir wählen das System, das Ihrer Wand entspricht, herstellerunabhängig.

Übliche Dämmstärken bewegen sich zwischen 8 und 12 cm. Damit lässt sich der U-Wert einer ungedämmten Mauerwerkswand von 1.8 auf 0.4 bis 0.5 W/m²K verbessern, ohne den Querschnitt der Aussenwand zu verändern. Die Kosten richten sich nach Wandaufbau, Systemwahl und Umfang der Vorarbeiten sowie der Wiederherstellung von Innenputz, Maler und Anschlussdetails und werden nach einer Bestandsaufnahme objektbezogen ermittelt.

Eine hygrothermische Simulation nach WTA-Merkblatt 6-5 gehört bei uns zu jedem Auftrag. Sie zeigt am Computer, ob Tauwasser ausfällt, wie viel und in welchem Bauteil. Kein Angebot verlässt unser Büro ohne dieses Ergebnis.

So planen wir Innendämmung

Drei Säulen
einer Innendämmung.

Diagnose, System, Detail. Eine Innendämmung steht und fällt mit den Anschlüssen an Decke, Boden, Innenwand und Fenster.

01 / Diagnose

Diagnose & Konstruktionsanalyse

Vor jeder Innendämmung steht die Bestandsaufnahme: Wandaufbau per Endoskopie, Feuchtemessung, Schlagregenbeanspruchung der Fassade. Auf dieser Basis läuft die hygrothermische Simulation nach WTA 6-5, mit klarem Ja oder Nein zum gewählten System.

02 / Material

Kapillaraktive Dämmung

Calciumsilikatplatten und Holzfaserdämmung in dampfdiffusionsoffener Bauweise. Vollflächige, hohlraumfreie Verklebung im Buttering-Floating-Verfahren. Mineralischer Armierungsputz und diffusionsoffener Endanstrich.

03 / Konstruktion

Dampfbremsen-Systeme

Bei Holzbalkendecken im Bestand oder hohen Feuchtelasten arbeiten wir mit feuchtevariablen Dampfbremsen sd-Wert 0.25 bis 10 m. Vorsatzschale aus Metallständerwerk oder Holz, Hohlraumdämmung mit Mineralwolle oder Zellulose, luftdichter Verbund nach SIA 180.

Wo Innendämmung gefragt ist

Sechs Situationen,
in denen aussen
nicht geht.

Denkmalgeschützte Fassaden
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Denkmalgeschützte Fassaden

Sichtmauerwerk, Stuck, historische Putzstrukturen. Wenn die kantonale Denkmalpflege ein Aussensystem ausschliesst, bleibt nur die Innendämmung. Wir stimmen jede Massnahme mit der zuständigen Fachstelle ab.

Reihenmittelhäuser
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Reihenmittelhäuser

Wenn beide Nachbarn nicht mitziehen wollen, ist die Aussendämmung nur an der Strassen- und Gartenfassade möglich. Die Seitenwände bleiben aussen unverändert, innen werden sie kapillaraktiv gedämmt. Wir koordinieren mit den Nachbarobjekten.

Eigentumswohnungen
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Eigentumswohnungen

Eine einzelne Etage kann nicht aussen gedämmt werden, weil die Fassade Gemeinschaftseigentum ist. Innendämmung ist sondereigentumstauglich und kann ohne Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft umgesetzt werden, sofern die Bauphysik mitspielt.

Schimmel hinter Möbeln
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Schimmel hinter Möbeln

An ungedämmten Aussenwänden bilden sich hinter Schränken kalte Bauteiloberflächen und damit Kondensat. Eine fachgerechte Innendämmung hebt die Oberflächentemperatur deutlich an und löst das Problem dauerhaft, nicht nur kosmetisch.

Warum Innendämmung bei uns hält

Innendämmung
beginnt vor
der Baustelle.

Jede Wärmebrücke, jeder undichte Anschluss, jeder zu hohe Dampfdurchgang schlägt sich früher oder später als Tauwasser im Bauteil nieder. Wir kennen diese Stellen und rechnen sie aus, bevor der erste Klebemörtel angerührt wird.

Berechnung

Wärmebrückenberechnung.

An jeder einbindenden Innenwand, an jedem Fenster, an jeder Geschossdecke berechnen wir die Wärmebrücke mit zweidimensionaler Simulation. Nur so wissen wir, ob die Oberflächentemperatur auch im kältesten Fall über dem Taupunkt bleibt.

Simulation

Hygrothermische Simulation.

Mit Software nach WTA 6-5 simulieren wir das Feuchteverhalten der Wand über zehn Jahre, im realen Schweizer Klima Ihrer Postleitzahl. Wir geben kein Angebot ab, ohne dieses Ergebnis schriftlich zu dokumentieren.

Standard

Kapillaraktive Systeme Standard.

Wo immer die Bauphysik es zulässt, arbeiten wir mit kapillaraktiven Systemen. Sie verzeihen Feuchtelasten, brauchen keine Dampfbremse und bleiben über Jahrzehnte funktional, auch wenn ein Nagel die Folie verletzen würde, die wir nicht eingebaut haben.

Norm

SIA 180 geprüft.

Jede Innendämmung wird nach SIA 180 Wärmeschutz und SIA 380/1 Energieverbrauch nachgewiesen. Auf Wunsch mit Blower-Door-Messung der Luftdichtheit nach Fertigstellung. Schriftliches Protokoll, Übergabe an den Energienachweis Ihres Kantons.

Entscheidungshilfe

Innendämmung:
wann sinnvoll, wann gefährlich.

Nicht jede Aussenwand verträgt Innendämmung. Diese ehrliche Übersicht hilft Ihnen vor dem ersten Beratungstermin.

Sinnvoll wenn

  • Aussenfassade denkmalgeschützt
  • Reihenmittelhaus ohne zugängliche Aussenwand
  • Einzelne Eigentumswohnung im MFH
  • Aussenwand bauphysikalisch geprüft trocken

Vorsicht bei

  • Schlagregenbelastete Wetterfassaden
  • Aussenwand mit aufsteigender Feuchtigkeit
  • Holzbalkendecken in Aussenwand eingebunden
  • Ohne hygrothermische Simulation vorab
Termin

Ihre Wand bekommt
ihre eigene Antwort.

Wir schauen uns an, was Ihre Wand heute macht, rechnen durch, wie sie sich in den nächsten zehn Jahren verhält, und schlagen Ihnen das System vor, das diese Rechnung trägt.

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